Für die 1. Liga – BTSV

Die erste Bundesliga-Saison unserer Eintracht nach 28 Jahren liegt hinter uns 

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Werte schaffen Wert

Vortrag von Sven Korndörffer anlässlich der Ausstellung "Kabinett Finanzen"

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Das Kabinett Finanzen

ein Projekt vom Wortmuseum und der Braunschweigischen Landessparkasse - der Artikel aus der regjo-Ausgabe 2/2012 berichtet

 

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Günter Grass im WORTMUSEUM

 

 

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Wortwettbewerb tausche

 

 

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Kabinett Finanzen 2

01.Penunse

01 volkstümlicher Begriff für Geld In der Umgangssprache wird das Wort „Penunsen“ als Synonym für (Klein-) Geld verwendet. Es ist eine Art Wort-Re-Import, das als erstes in Berlin im Sprachgebrauch aufgetaucht ist. Der Begriff leitet sich in erster Stufe vom polnischen Wort „pieniądze“ ab. Es hat die Bedeutung vom deutschen Wort „Pfennig“. Aus dem mittelhochdeutschen Wort wiederum wurde zuvor die palatisierte Version von „Pfennig“ zum polnischen „pieniądze“ die dann schließlich zur „Penunse“ wurde.

02.Knauser

02 sparsamer, geiziger Mensch Als Synonym für einen sparsamen oder geizigen Menschen findet der Begriff „Knauser“ Verwendung. Das Wort „Knauser“ gelangte im 17. Jahrhundert aus dem Schlesischen in die deutsche Schriftsprache. Es besteht die Vermutung, dass sich das Substantiv vom untergegangenen, frühnordhochdeutschen Adjektiv „knaus“ mit der Bedeutung „hochfahrend“ oder vom mittelhochdeutschen „knus“, das „vermessen“, „waghalsig“ und auch „hochfahrend gegenüber den Armen“ bedeutet, ableitete. Ab etwa dem 18. Jahrhundert entwickelten sich dann die auch heute noch gebräuchlichen Formen des Wortes „Knauser“. So wurde das Verb „knausern“ für das übertriebene Sparen oder geizig sein verwendet und es leitet sich das Adjektiv „knaus(e)rig“ ab, welches eben jenen Charakterzug beschreibt. In dieser Weise und mit gleicher Bedeutung hat sich das Wort auch noch in der jetzigen Sprache gehalten. Allerdings verwenden wir es heute mit abgeschwächter Bedeutung.

03.Maut

03 Zoll; Abgabe Das hauptsächlich im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitete Wort „Maut“ bezeichnet die Gebühr für die Benutzung von bestimmten Brücken, Straßen oder Tunneln, allgemein einen Wegzoll. Die Maut ist eine verpflichtende Zahlung zur Erlangung der Nutzungsrechter für genannte Wegbauwerke. Das Wort stammt aus dem althochdeutschen und leitet sich von dem Wort „mûta“ für „Zoll, bzw. dem mitteldeutschen Wort „mûte“ für Zoll(-stätte) ab. Der Übergang in die bayrische, also altdeutsche, Sprache wird etwa im 6 Jh. an der Donau erfolgt sein. Eine weitere Theorie stellt dagegen die Vermutung auf, dass das Wort aus dem spätgotischen Wort „mûta“ abgeleitet ist. Dieses bezeichnete eine Art Bestechungsgabe, bzw. -geschenk oder -geld. Dieses könnte die Basis für die Entlehnung ins Althochdeutsche oder Germanische gewesen sein. Der Wegzoll wurde schon im 11. Jahrhundert gefordert, um den Straßenbau zu finanzieren. Die Reisenden beteiligten sich somit an der Finanzierungen für die die Anwohner solcher Bauvorhaben in Vorleistung gingen. Besonders beliebt waren Mauttore und Brücken, da man hier die Steuern einfach eintreiben konnte und diese Stellen für Reisende schwer bis gar nicht zu umgehen waren.

04.Brutto

04 Gesamtmenge vor Abzug von z.B. Steuern Eine Gesamtmenge ohne Abzüge von z.B. Steuern oder auch „mit Verpackung“ bezeichnet man mit dem Vorwort oder Adverb „brutto(-)“ . Das Wort findet seinen Ursprung in der lateinischen Sprache im Wort „brutus“ für „schwer, schwerfällig“. Aus diesem entwickelte sich das italienische Wort „brutto“ als Bezeichnung für „hässlich, unrein, schmutzig, gemein“. Mitte des 16. Jahrhundert fand das unveränderte Wort „brutto“ den Weg in die deutsche Handelssprache. Als deutscher, kaufmännischer Ausdruck ist das Wort seit dem als Begriff für Mengen und Beträge ohne den Abzug von Verpackung oder Steuern gebräuchlich.

05.Netto

05 Menge nach Abzug von z.B. Steuern Mit dem (Vor-)Wort oder Adjektiv „netto“ werden reine Mengen bezeichnet. Also Menge nach dem Abzug von Steuern oder Verpackung. Das Wort „netto“ stammt aus dem italienischen und bedeutet übersetzt „rein“. Mit „netto“ werden damit ausschließlich die Volumen-, Gewichts-, Steuer-, Abgaben- oder Kostenanteile bezeichnet, die frei von Verpackungen oder Aufschlägen sind. Seinen Ursprung findet das Wort, genau wie das Wort „Brutto“, in der lateinischen Sprache. Aus dem lateinischen Wort „nitidus“ entwickelte sich das italienische Wort „netto“ welches Ende des 15. Jahrhunderts unter der Schreibweise „neto“ in die deutsche Kaufmannssprache übernommen wurde. Seit Mitte des 16. Jahrhundert entwickelte es sich zum noch heute gebräuchlichen „netto“. Die Differenz zwischen Brutto- und Nettogewicht wird „Tara“ bezeichnet.

06.Puseratze

06 umgangssprachl. Bezeichnung für (Klein-) Geld Unter dem Begriff "Puseratze" versteht man eine (Klein-) Münze also Pfennige. Das Wort hat seinen Ursprung im Volksmund. Es bezeichnet ebenfalls auch eine Person, die mit viel Geduld und Hingabe kleinteiligen Aufgaben nachgeht. Im weitesten Sinne damit jemanden, der sich sein Gehalt, sein Kleingeld, in mühevoller Arbeit verdient. 

07.Inflation

07 Inflation  Das aus dem Lateinischen stammende Wort "Inflation" beutet wörtlich übersetzt soviel wie das "Sich-aufblasen", "Anschwellen". Es bezeichnet damit das allgemeine Ansteigen, also die Erhöhung, der Güterpreise. Damit einher geht die Senkung der Kaufkraft, da die Inflation, die sich hauptsächlich auf Güterpreise und damit auf Warenkörbe bezieht, nicht mit der Entwicklung der Reallöhne gleichzieht.  Die "Inflation" ist Forschungsgegenstand in der Volkswirtschaftslehre. Es wird als makroökonomisches Phänomen stetig untersuchte und beobachtete. Um die Inflation in gewisser Weise zu kontrollieren und Gegenmaßnahmen einzulenken, werden eine Politik der Preisniveaustabilität verfolgt und Zentralbanken eingerichtet.

08.Dukat

08. Münzart Der Dukat (Pl.: Dukaten) ist auch unter dem Wort Zechine bzw. Zecchine bekannt. Er ist eine Goldmünze mit einem Gewicht von ca. 3,49g und war in ganz Europa verbreitet. Der Ursprung der Münze liegt in Venedig. Dort wurde die Münze zum ersten mal 1284 geprägt und zeigte auf dessen Vorderseite den heiligen Markus, wie er dem Dogen die Kreuzfahne übergibt. Die Rückseite des Dukats war geschmückt mit einer Darstellung von Jesus in einer Mandorla. Diese Seite war auch für den Namen "Dukat" verantwortlich. Die erste Dukat-Münze trägt neben dem Jesusbild die Umschrift "Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus („Dir, Christus, sei dieses Herzogtum, welches du regierst, gegeben“). Diese Art Dukaten wurde in Venedig bis 1797, dem Ende der Republik, fast unverändert von Bild und Feingewicht geprägt. Damit war der "Dukat" die stabilsten Währung über Jahrhunderte in ganz Europa. Da sich der Dukat von Venedig über ganz Europa und sogar bis in den Orient verbreitete, kann der Dukat für das 14. und 15. Jahrhundert als eine Art Welthandelsmünze angesehen werden. 1559 wurde der Dukat zur Reichsmünze erklärt und erst 1857 im Gebiet des Deutschen Zollvereins aufgehoben. Noch heute werden in Österreich Dukaten, allerdings mit anderen Bildern, zu Sammel- und Jubiläumszwecken nachgeprägt.

09.Geldhai

umgangssprachliche Bezeichnung für unseriösen Kreditgeber, der mit schnell verfügbaren Krediten wirbt, aber Wucherzinsen verlangt.

vor67nach

Innerhalb der SAMMLUNGFUSSBALL eröffnen wir die Ausstellung vor67nach mit Begriffen aus dem Umfeld von Eintracht Braunschweig.

Kabinett Finanzen - im Geschäftsbericht 2012 der Braunschweigischen Landessparkasse

Einen schönen Rückblick auf das Kooperationsprojekt "Kabinett Finanzen" zwischen der Braunschweigischen Landessparkasse und dem WORTMUSEUM gibt der Artikel im aktuellen Geschäftsbericht. Erinnerungen werden wach - schön war's und ist's, lesen lohnt.

Sparbuch des Finanzwortschatzes

Über das Druckwerk "Kabinett Finanzen" aus dem Appelhansverlag

 

Anhören:

Das gesprochene Wort

Wechselnde Einzelexponate aus dem Kabinett Finanzen zum Nachhören:

 

Mark | Kies

Moos auf der hohen Kante

Der zusammenfassende Beitrag von Radio Okerwelle über den Vortrag von Prof. Dr. Armin Burkhardt in der Braunschweigischen Landessparkasse vom 16. Mai 2012 zum Anhören:

Wort Sprache Lesen

Schulprojekt 2013

 

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Bericht über das WORTMUSEUM

rbb Kulturradio

 

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Seitenausgang

Identität und Strategie

identitaetundstrategie.com