Für die 1. Liga – BTSV

Die erste Bundesliga-Saison unserer Eintracht nach 28 Jahren liegt hinter uns 

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Werte schaffen Wert

Vortrag von Sven Korndörffer anlässlich der Ausstellung "Kabinett Finanzen"

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Das Kabinett Finanzen

ein Projekt vom Wortmuseum und der Braunschweigischen Landessparkasse - der Artikel aus der regjo-Ausgabe 2/2012 berichtet

 

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Günter Grass im WORTMUSEUM

 

 

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Wortwettbewerb tausche

 

 

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Kabinett Finanzen 1

01.Apanage

01 Abfindung 

Regelmäßige finanzielle Zuwendung. Bei der Apanage (frz. aus mlat. appanare = mit Brot versorgen) handelte es sich um die Abfindung der nicht regierenden Mitglieder eines Adelsgeschlechts mit Landbesitz oder Geld zur Ermöglichung eines standesgemäßen Lebenswandels. Die Apanage wurde entweder bis zum Tode des apanagierten Adligen gewährt oder bis zum Aussterben der von ihm begründeten Linie.

02.bankrott

02 zahlungsunfähig

Wie das Wort Bank für das Finanzinstitut kommt auch Bankrott aus dem Italienischen: banca rotta = gebrochene Bank. Die Bank war früher vor allem in Italien ein Tisch auf dem Markt, auf dem die ersten Bankiers ihr Geld ausliehen, ihre Wechsel schrieben usw. Wenn ein solcher Banker nun zahlungsunfähig war, wurde sein Tisch gebrochen, um anzugeben, dass er nicht mehr in der Lage war, seine Geschäfte zu führen.

Im Mittelalter erwarb man keinen Gewerbeschein, sondern eine steinerne Fensterbank, um seine Waren feilzubieten. Konnte man die Abgaben nicht zahlen, kamen die Schergen des Steuereintreibers mit Hämmern und schlugen diese Bank kaputt – banca rotta.

03.Mammon

03 Geld

Geld als [leidige] materielle Voraussetzung für etwas, zur Erfüllung luxuriöser Bedürfnisse o. Ä (Duden).
Der Begriff ist aufgrund seiner Erwähnung in der Bibel bekannt:„Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andernverachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ – Mt 6,24 Lut. Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort mamona (Vermögen, Besitz) ab. (Einer anderen Quelle zufolge stammt es von demaramäischen Wort aman ab und bedeutet das, worauf man vertraut.) Das Wort gelangte über seine griechische Schreibweise in die Bibel, in der Vulgata wird daraus lateinisch mam[m]ona. Martin Luther übersetzte das Wort nicht und so gelangte es als Mammon ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche. Daraus resultierte, dass Mammon in Volksglaube und Literaturals personifizierter Reichtum zu einem Dämon wurde, der den Menschen zum Geiz verführt (Wikipedia).

04.Fräuleingeld

04 hoheitliche Zwangsabgabe

Mit dem Fräuleingeld wird eine vor langen Zeiten bestandene Zwangsabgabe bezeichnet, die es einer Prinzessin ermöglichen sollte, zum Einen die Hochzeit standesgemäß ausgerichtet zu bekommen und zum Anderen über eine ausreichende Mitgift verfügen zu können. Gleichzusetzen ist der Ausdruck „Fräuleingeld“ auch mit dem Begriff „Frauengeld“, der allerdings immer wieder in unterschiedlichen Definitionen genutzt wird. (Börsenlexikon)

05.Fersengeld

05 fliehen, flüchten
Wer „Fersengeld gibt“, macht sich aus dem Staub, das heißt, er flüchtet, er flieht, ohne zu kämpfen oder ohne zu zahlen. "wobei man vielleicht die schnell abwechselnd sichtbar werdenden Fersen eines Entfliehenden mit springenden Geldstücken verglich" so Lutz Röhrich, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Laut Karl Friedrich Wilhelm Wander (deutscher Pädagoge und Germanist. Er legte die größte existierende Sammlung deutschsprachiger Sprichwörter an): "Auf eine schimpfliche Weise fliehen".
Die Redewendung ist zwar seit dem 13. Jahrhundert durch Erwähnungen bezeugt, ihre Herkunft hingegen ist unklar. Sie könnte auf den alemannischen Rechtsbrauch des Strafgeldes für Flüchtlinge aus der Schlacht zurückgehen, da man von diesen nur noch die Fersen zu sehen bekam. "Nach dem alemannischen Recht musste der, welcher seine Mitkämpfer in Gefahr verließ und dadurch in Lebensgefahr brachte, 160 Solidus als Strafe bezahlen, weil er dem Feind die Fersen gezeigt hatte."
Eine andere mögliche Herkunft ließe sich aus dem Sachsenspiegel herleiten, wo das Verlassen des Mannes durch die Ehefrau bei den Wenden mit der Zahlung eines "versne pennige" abgegolten werden konnte.

06.Heiermann

06 5 Mark Stück (umgangssprachlich)
Über den Ursprung des Begriffes gibt es mehrere Vermutungen. Die etymologisch am besten abgesicherte Variante besagt, dass der Begriff aus dem hebräischen Buchstaben ה „Hey“ entstanden sei. Im Hebräischen steht jeder Buchstabe bereits seit biblischen Zeiten auch für eine Zahl, wobei das ה („He“) als fünfter Buchstabe des Alphabets für „fünf“ steht.
Weitere verbreitete Herleitungen beziehen sich einerseits auf den Begriff Heuer: Um 1900 waren fünf Goldmark ein gängiger Betrag, den Seeleute als Handgeld erhielten.
Andererseits soll – so wird aus dem Rotlichtmilieu kolportiert – in den frühen 1950er-Jahren die DM eine so hohe Kaufkraft gehabt haben, dass Seeleute auf der Hamburger Reeperbahn für fünf Mark in ein Bordell gehen konnten. Da „heia machen“ in manchen Dialekten „schlafen“ bedeutet, habe man das Fünfmarkstück „Heiermann“ (Heiamann) genannt; dazu passt allerdings nicht, dass der Ausdruck schon Anfang des 20. Jahrhunderts benutzt wurde.

07.Notgroschen

07 gesparter Geldbetrag für unvorhergesehene Notfälle Notgroschen bezeichnet in verniedlichender Weise mit Bezug auf die früher sehr verbreitete Groschen-Münze einen für unvorhergesehene Notfälle zurückgelegten bzw. gesparten oder gehorteten Geldbetrag. Häufig sind dazu kurzfristig verfügbare Sparguthaben angelegt. Auch ein Bargeld- oder Wertpapierdepot oder Wertsachen, die speziell zu diesem Zweck aufbewahrt werden, können als Notgroschen verstanden werden.

08.Heller

08 frühes deutsches Zahlungsmittel Der Heller, teilweise auch Haller genannt, ist ein früheres deutsches Zahlungsmittel, dessen Wert einem halben Pfennig entsprach. Die Münze bestand aus Kupfer und erhielt ihren Namen nach dem Prägeort Hall am Kocher, dem heutigen Schwäbisch Hall. Dort wurden seit etwa 1228 beidseitige, silberne Pfennige (Häller Pfennige) geprägt. Verbreitet waren vor Allem Münzen, auf denen eine Hand zu sehen war. Sie trugen daher die Bezeichnung „Händeheller“. Im Laufe der Zeit wurden die Münzen von Fälschern und Kippern jedoch so sehr verschlechtert, dass sie zusehends an Wert verloren. Irgendwann war der Heller dann keine Silbermünze mehr und im Juli 1873 wurde er ganz abgeschafft. Mit dem Heller verschwanden auch die anderen bis dahin gültigen Münzen und die Goldmark wurde als neue Währung eingeführt.

09.Taler

09 Zahlungsmittel Das Wort Taler bezeichnet sowohl das Zahlungsmittel einer Silbermünze als auch eine Währung. Er war neben den Gulden die führenden Münzeinheit. Unter anderem Namen wurde er das erste mal 1486 in Hall in Tirol geprägt und breitete sich ab etwa 1500 als allgemeines Zahlungsmittel in Europa und schließlich in weite Teile des Globus aus. Seinen Namen erhielt der Taler durch den Prägeort Joachimsthal im Erzgebirge, heutiges Tschechien. Dort wurden ab 1516 große Silbervorkommen abgebaut. Durch die deutsche Münzordnung von 1524 wurde das bis dahin schon weit verbreitete Zahlungsmittel als Reichstaler eingeführt. Erst nach über drei Jahrhunderten wurde der Reichstaler nach der Währungsreform 1871 durch die Mark abgelöst. In seiner langen Geschichte entwickelte sich der Taler über verschiedene Zwischenformen vom Tiroler Guldiner (1486), der den Ursprung des Talers bildete, über den sächsischen (1500) und den Schlickschen Guldengroschen (1518-1546) zum Reichstaler von 1566. Die Einführung des Reichstalers hatte zur Folge, dass sich zwei neue Münzkategorien entwickelten, der Taler und der Gulden. Der Taler hat mit ca. 27g einen höheren Feingehalt an Silber als die „kleineren“ Gulden, mit einem Feingehalt von ca. 22,907g. Der Silbergehalt schwankte aber mehr oder minder von Gebiet zu Gebiet und im Verlauf der Zeit sowie zwischen den verschieden Münzprägestätten. Der Taler gehört zu einer der wenigen Münzarten die durch entsprechende beschreibende Zusatzbezeichnungen genauer im Wert oder ihrer Herkunft klassifiziert wurden ( wie z.B. Reichs-Taler, Kronen-Taler, Konventions-Taler, ...). Auch nach diversen Währungsreformen lebt der Taler im Wort Dollar weiter, und damit auch in den Ländern mit entsprechender Währung.

10.Wipper

10 Münzverfälscher Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts fand eine Art systematische Geldentwertung statt. Diese Zeitepoche, die als Kipper- und Wipperzeit bezeichnet wurde, hatte ihren Höhepunkt zwischen 1620 und 1623. Durch die rückläufige deutsche Silberproduktion kam es zur Geldknappheit, die durch die steigenden Luxusbedürfnisse der deutschen Fürstenhöfe und die Anhäufung von Schatzgeld verstärkt wurde. Der Wipper sortierte mit Hilfe einer Schnellwaage die schwereren Münzen aus, was als „Kippen“ (niederdeutsches Wort für „aussortieren“)bezeichnet wird. Aus diesen aussortierten Silbermünze stellte er anschließend unter Zugabe von minderwertigen Metallen, wie Kupfer, Blei oder Zinn, neue Münzen her und brachte diese in den Umlauf. Durch das Bestehen dieses neuen „bösen Geldes“ wurde der Handel gezwungen, jede Münze auf ihren Wert zu wiegen und dementsprechend zu bewerten.

11.Kreuzer

11 Zahlungsmittel Die ab 1271 in Meran geprägte Groschenmünze erhielt ihren Namen durch das eingeprägte Doppelkreuz auf seiner Vorderseite. Der Kreuzer (auch Creutzer) breitete sich erst im 16. Jahrhundert im süddeutschen Raum, in Österreich und der Schweiz als allgemeines Zahlungsmittel aus. Er wurde 1551 durch das Reichsmünzgesetz als Einheit für das kleine Silbergeld bestimmt. Das Münzstück bestand anfangs aus seiner Silber-Kupfer-Legierung, wobei sich ab dem 17. Jahrhundert schließlich das Kupfer als Grundmaterial durchsetzte. In den Währungssystemen der meisten Gebiete des süddeutschen Raumes bildete der Kreuzer, abgekürzt mit Kr oder Xr, die Kleinmünze oberhalb des Pfennigs und war soviel wert wie 4 Pfennige (1 Pfennig = 2 Heller). Der Kreuzer wurde in der Schweiz bis 1850, bis zur Einführung der Frankenwährung, in Österreich bis 1857 und in Deutschland bis 1871, bis zur Einführung der Mark, verwendet. Sein Pendant im Norden Deutschlands bildete der Groschen bzw. der Schilling als Kleinmünze oberhalb des Pfennigs.

12.Aasgeld

12 Futtergeld, Abgaben Als „Aasgeld“ bezeichnete man die Ausgaben die aufgewendet wurden, um Futter (Aas) für das Vieh zu kaufen. Gleichermaßen bezeichnete es auch den Anteil an Zahlungen die dem Landherren einmalig oder laufend gezahlt werden mussten, um von Frondiensten bzw. -pflichten befreit zu werden. In diesem Falle wurde das Aasgeld nicht in Form von Münzen, sondern in gegenständlicher Form von Viehfutter (Hafer, Hirse, Heu) geliefert. Ihm kam damit die gleiche Bedeutung eines Freikaufs oder des Befreiungsgeldes zu.

13.Solidus

13 römische Goldmünze Kaiser Konstantin der Große ließ um etwa 309 den Solidus als römische Goldmünze einführen. Diese löste den Aureus ab. Diese Münze hatte seit ihrer Einführung von Kaiser Augustus so viel an Wert durch sinkenden Feingehalt verloren, dass eine „Währungsreform“ notwenig wurde. Die erste Solidusmünze wurde in Konstantins Residenz, Augusta Treverorum (dem heutigen Trier) geprägt. Diese Münze, auch als Aureus Solidus, bezeichnet, erlangte nicht nur um 324 den Status der allgemeinen Reichsmünze, sondern erlangte schon bald eine große Bedeutung auch außerhalb der römischen Staatsgrenzen. Der Name Solidus wurde so auch lange für verschiedene Geldwerte verwendet. Er transformierte sich durch den Werteverfall der Gold- in Kupfermünzen dann in den italienischen Begriff Soldo, den spanischen Sueldo und dem französischen Sol.Während sich die Begriffe Saldo, solide, solidarisch und konsolidieren auf das lateinische Wort „solidus“= fest, zuverlässig, ganz, treu zurückzuführen sind, leiten sich die Begriffe Sold, Söldner und auch Soldat tatsächlich von dem Münznamen Solidus ab.

14.Talent

14 Maßeinheit Das Talent war eine schon in der Antike gebräuchliche Maßeinheit im Warenhandel. Sie wurde schon im alten Babylon verwendet und von den Griechen übernommen. Es leitete sich damit von dem griechischen Wort „talanton“ ab, was mit Waage; Waagschale bzw. das Gewogene, Talent, zu übersetzen ist. Durch das neue Testament gewann die Bezeichnung einer Währungseinheit Talent die Nebenbedeutung „anvertrautes Vermögen, anvertrautes Gut.“ Erst 1836, durch die Umstellung auf das metrische System nach französischem Vorbild, erlangten neue Maßeinheiten Gültigkeit. Mit dem Kilogramm wurde das Talent 1836 abgeschafft. Wie andere Gewichtseinheiten auch, wurde das Talent als Gewichtseinheit für Silber automatisch zur Währungseinheit. Das Talent war aber nicht standardisiert, je nach Region konnte es unterschiedlich schwer und damit unterschiedlich wertvoll sein. Ein Schwergewicht war das Talent aber auf jeden Fall, es wog mehrere Kilogramm. Die Entwicklung der Begriffsbedeutung von „Talent“ schritt ebenfalls mit der Zeit voran. Luthers Übersetzung der Bibel gibt verschiedene Interpretationen des Begriffs. In Matthäus 25,15 übersetzt er „Talent“ mit „Zentner“ und bei Lukas 19,13 mit „Pfund“. Es entwickelte sich aus der volkstümlichen Redensart vom „anvertrauten Pfund“ nach und nach weg von der der Bedeutung vom Geld, hin zu der Wortbedeutung von „Fähigkeit, Begabung“. Wer ein Talent hatte, hatte also ein ziemliches Vermögen und dank seines Vermögens eine rosige Zukunft. Im übertragenen Sinne hat heute jemand Talent, wenn er eine bestimmte Fertigkeit so gut beherrscht, dass er damit seinen Lebensunterhalt sicher kann.

15.Pfennig

15 Münzart Der Pfennig bezeichnet eine alte deutsche Münzart die bis zur Euroeinführung (2002) Gültigkeit hatte. Der Begriff stammt vom phönizischen und keltischen Wort „penn“ für „Kopf“ ab (Daher auch „Kopf“ oder „Zahl“) und bezeichnet damit folgerichtig das Individualisierungssuffix mit der Bedeutung „Kopfstück“. Auch Wortherleitungen von dem lateinischen Wort „pondus“ das mit „Gewicht“, „Gewichtstück“ oder „Pfund“ zu übersetzen ist, sind nachvollziehbar. Im alten leipziger „Handels-Lexicon“ von 1848 wurde das Wort „Pfennig“ mit der Definition für eine allgemeine Bezeichnung jeder Münze in Deutschland belegt, die sich von der Hohlmünze durch seine durchgebogene Gestalt unterscheidet und die damit Ähnlichkeit zur Gestalt eines „Pfännchens“ hatte. So bezeichnete man in einigen altdeutschen Ländern, z.B. in Preußen bis 1873, dieses Münzstück auch als „Pfenning“. Weitere geläufige Bezeichnungen in verschiedenen Ländern waren Penning, Pending, Pfanding oder Penny. Sie sind ein Indiz dafür, das auf den Pfennig viele Münznominale in den verschiedensten Sprachen zurückzuführen sind.

16.Groschen

16 Zahlungsmittel Mit dem Begriff „Groschen“ bezieht man sich auf eine Geldmünze, zumeist auf Pfennige. Das Wort stammt vom lateinischen „grossus denarius“, was so viel wie „dicker, schwerer Pfennig“ bedeutet. Bis zum 13. Jahrhundert gab es im Geldverkehr größtenteils nur den Pfennig und den Obol, sein Halbstück. Mit der Abnahme der Pfennige an Gewicht kam zugleich der Mehrfachwert des Pfennigs auf. Die Münze wurde in mehrfacher Wertausführung geprägt. Auch die Inflation in Oberitalien im 12. Jahrhundert trug zur Prägung des Grossos bei, da die Pfennige immer mehr an Wert verloren hatten. Der in späterer Zeit übliche Groschen stammt aber aus Frankreich. Dort wurde der Tournosengroschen zum Vorbild des deutschen Pfennigs, und somit des deutschen Groschen. Das französische Original wurde ab dem Jahre 1266 auf Geheiß des französischen Königs Ludwig der Heilige in der Münzstätte Tours geprägt. Der Wert betrug 12 Pfennige. Die Münze kam rasch vom Rheinland über Westfalen bis in die Niederlande in internationalen Umlauf. Als der Nachschub stoppte, wurde der Tournosengroschen unter Anderem in Frankfurt am Main bis nach Oldenburg nachgeprägt. Auch der Prager Groschen war im damaligen Deutschland ein beliebtes Zahlungsmittel. Mit dem Aufkommen des Talers sank der Wert des Groschens. Im 19. Jahrhundert war ein Groschen nur noch 1/24 Taler wert. Damit stieg die Menge der Groschenprägungen an.

17.Armengeld

17 spendenähnliche Gabe Der Begriff „Armengeld“ ist eher bekannt unter der Bezeichnung „Almosen“. Darunter versteht man eine Gabe der Barmherzigkeit an einen sozial Schwachen oder freiwilligen Armen (z.B. Bettelmönche), ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Das Wort leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet wortwörtlich übersetzt soviel wie „Mitleid“ bzw. „Mildtätigkeit“. Die wörtliche Übersetzung beschreibt damit auch den Unterschied von Almosen, die durch den Beweggrund des Mitgefühls und Mitleids gegeben werden, zu Spenden, die andere auslösende Gründe haben. Vor allem in der Religion spielt eine solche Gabe eine enorme Rolle und gilt oft als „ethisches Gebot“. Almosen wurden vor diesem Hintergrund auch oft als Vorteilserwartung gegeben. Man erhoffte sich dadurch besonders im Christentum die Sündenvergebung. Im Islam gehören die Almosen (Zakat) zu einer der fünf Säulen und sind damit für einen Muslimen eine Pflicht. Der Verwalter von Almosen wurde Almosenier genannt. In Gemeinden wurden sogar Almosenkassen eingerichtet, die von Almosenvorstehern, Almosenvögten und Almosenpflegern verwaltet wurden.

18.Moneten

18 volkstümlicher Begriff für Geld Der Volksmund prägte den Begriff Moneten als Bezeichnung für Geld. Er leitet sich aus dem lateinischen Wort Moneta = Münze ab. Eine andere Erklärung für die Herkunft des Wortes „Moneten“ stammt ebenfalls aus dem lateinischen Sprachgebiet aus Rom. Die dortige Münzprägestätte lag direkt neben dem Tempel der „Mahnenden Juno“, lateinisch: Juno moneta. Diese Nachbarschaft war ausschlaggebend für den Namen der Münze. Auf das Wort Moneten basiert auch das englische Wort für Geld „money“. Durch die weite Verbreitung und die Bedeutung des Geldes als Zahlungsmittel im Alltag, entstanden und entstehen ständig neue synonyme Begriffe die den Begriff „Geld“ ersetzen bzw. umschreiben.

19.Harzgeld, auch Harzergeld

19 Gebühr zum Harzen Früher eine Gebühr für die Erlaubnis, das Sammeln von Harz, genannt harzen, in herrschaftlichen oder gemeindlichen Wäldern gewerblich betreiben zu dürfen (Harzrecht). Der Harzer ritzt den Stamm des Baumes an und fängt das ausfließende Harz in darunter angebrachte Behältern auf. Weil das Harzen bei den Nadelhölzern (Fichten, Kiefern, Lärchen) leicht zu Verletzungen des Baumes (Harzlachten) führt, wurden nur zuverlässige Männer als Harzer zugelassen und mit einem Harzbrief zur Berechtigung des Harzens ausgestattet.

20.Eichgeld

20 Abgabe Frühere Abgabe an den Eichmeister der jederlei Masse von obrigkeitswegen der vorgeschriebenen, gesetzlichen Einheit gleichzumachen und die Einhaltung der festgelegten Werte nachzuprüfen hatte. Heute Gebühr für die von einem Eichamt erbrachte Leistung. In Deutschland besteht Eichpflicht für alle massezuteilenden Geräte, auch für Taxameter, Zapfsäulen, Waagen, Wasserzähler, Gaszähler, Wärmezähler und andere, im Wirtschaftsverkehr sowie in der Medizin zur Messung gebrauchte Vorrichtungen und Gegenstände.

21.Zaster

21 volkstümlicher Begriff für Geld Als „Zaster“ wird hinlänglich das Geld in der Umgangssprache bezeichnet. Das Wort stammt aus dem rotwelschen, aus der sogenannten Räubersprache, von „zaster“ bzw. „saster“ ab und bedeutet übersetzt „Eisen“. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff in der Soldatensprache für den Sold bzw. die Löhnung verwendet.

22.Geld

22 Zeichensystem für ökonomische Bewertungen Das Wort „Geld“ entwickelte sich aus der althochdeutschen Schreibweise „Gelt“ und ist verwand mit dem Verb „gelten“. Die Bezeichnung ist also ein Hinweis darauf, dass das Geld als Zeichen für einen bestimmten Wert „gilt“ und das man mit seiner Hilfe etwas anderes „vergelten“ kann. Der Begriff war ursprünglich mit den kultischen und rechtlichen Bereichen verknüpft und bezeichnete ursprünglich Opfer, Buße und Tribute. Damit war das Geld das Mittel, mit dem man Opfer bringen oder Buße und Tribute entrichten konnte. Erst seit dem 14. Jahrhundert ist der Begriff mit seiner noch heute geltenden Bedeutung nachzuweisen. Die Ursprungsorte des Geldes liegen vielfach in den Kultstätten alter Theokratien, also in Staaten die von Priesterschaften oder sog. Gottkönigen regiert wurden. Opfergaben wurden dort von Priestern in Quanta von Edelmetallen gerechnet, die damit wiederum einfach als Tausch- bzw. Zahlungsmittel verwendet werden konnten. Das Zahlungsmittel sollte dabei dem in ihm eingeprägten Wert bzw. dem Materialwert des Zahlungsmittels entsprechen. Deshalb wurden für Münzen relativ rare, also wertvolle, Metalle verwendet. Doch nicht nur der Materialwert und der eingeprägte Wert kennzeichnete eine Münze. Wie auch bei den später aufkommenden Banknoten, wurde sie mit zusätzlichen Zeichen und Symbolen versehen. Sie sind ein zusätzlicher Verweis auf die Herkunft. Es werden Personen, Symbole, Hoheitszeichen, Gebäude oder Kunstwerke abgebildet die für das jeweilige Land, im Falle des Euros für einen bestimmten Wirtschaftsraum, stehen.

23.Pecunia

23 Zahlungsmittel Bekannt aus der Redewendung „Pecunia non olet“, Geld stinkt nicht, stammt das Wort aus dem Lateinischen und bezeichnete das Geld. Es leitet sich aus dem lateinischen Wort „pecus“ ab, welches mit „Vieh“, im Sinne von Klein- und Wollvieh, zu übersetzen ist und ursprünglich eine Viehherde bezeichnete. Da eine Herde einen guten Tauschwert darstellte, wurde der Begriff später mit der Bedeutung vom heutigen Geld verwendet und auch so verstanden. Der Kaiser Vespasian prägte den oben genannten Ausspruch, indem er damit vor seinem Sohn Titus die Latrinensteuer rechtfertigte. Der Überlieferung nach erhob Vespasian diese Steuer auf die öffentlichen römischen Kloaken, also Toiletten der Stadt, um die Staatskassen zu füllen. Urin wurde Jahrtausende für die Ledergerbung und als Wäschereinigungsmittel verwendet. Um den Urin einzusammeln der von Wäschereien und Gerbereien benötigt wurde, stellte man in Rom amphorenartige Latrinen auf. Laut Sueton soll Vespasian seinem Sohn das Geld der ersten Einnahmen der Steuer unter die Nase gehalten und ihn gefragt haben, ob ihn der Geruch störe („sciscitans num odore offenderetur“). Diese Frage verneinte Titus und Vespasian antwortete „Und doch ist es vom Urin“ („Atqui ex lotio est“). - also - Geld stinkt nicht.

24.Moos

24 volkstümlicher Begriff für Geld Das Wort mit seiner heutigen Bedeutung von Geld hat nichts mit dem Gewächs zu tun. Es stammt ursprünglich aus dem Hebräischen von dem Wort „ma‘ôth“ ab, welches „Kleingeld“ bzw. „Münze“ bedeutet. In aschkenasischer Aussprache klang das Wort bereits im Hebräischen wie „moos“. Aus dem hebräischen entwickelte sich das jiddische Wort mit gleicher Bedeutung im Plural dann tatsächlich in „moos“ bzw. „mous“. „Moo“ ist der jiddische Singular für den Begriff für „Pfennig“. Durch den Gebrauch dieses Wortes in rotwelscher Sprache, der Gaunersprache, gelangte das Wort in die Umgangssprache. Dort war die hebräische Herkunft des Wortes nicht mehr erkennbar und damit die assoziative Verbindung zu den Sporenpflanzen naheliegend.

25.Währung

25 geleisteter Gegenwert eines Zahlungsmittelraumes „Wahr“ und „Wahrheit“ sind die verwandten Begriffe auf die der Begriff „Währung“ zurück zuführen ist. Diese wiederum gehen zurück auf das althochdeutsche Wort „werunga“ und das mittelhochdeutsche Wort „werunge“. Beide Begriffe haben die gleiche Bedeutung von „Gewährung“, „Bezahlung“ und „Sicherstellung“ und schließen damit die treffende Bedeutung „Gewährleistung des Münzwertes“ mit ein. Das Wort „Währung“ bezeichnet damit die Gewährleistung eines Gegenwertes. Die englische Übersetzung dieses Begriffs: „currency“ bezieht sich hingegen auf den Aspekt des Umlaufs. Es stammt vom lat. „currere“ ab und bezeichnet damit etwas was im Umlauf ist: das Geld und damit auch eine bestimmte Währung. Einen weiteren Aspekt für den Begriff der Währung hebt das Wort für Währung in der italienischen Sprache hervor. Und zwar den des Wertes. Aus dem lateinischen und italienischen Verb „valere“ , auf deutsch „gelten“, „Wert sein“, „kosten“, leitet sich das Substantiv „valuta“ für „Währung“ ab. Es unterstreicht damit den Wert bzw. das Wertesystem des Geldes.

26.Mark

26 Rechnungseinheitsmünze Die D-Mark und ihre Vorgänger, die Reichs- und dann die Rentenmark, sind wohl die geläufigsten Markbegriffe in der heutigen Umgangssprache. Die Mark war schließlich lange Zeit, von 1873 bis 2002, das offizielle Zahlungsmittel in Deutschland und somit auch Rechnungseinheitsmünze. Die Herkunft des Namens „Mark“ leitet sich aus einer alten germanischen Gewichtseinheit ab. Diese löste ab dem 11. Jahrhundert das Pfund als Edelmetall- und Münzgewicht ab. Zum Anderen leitet sich der Begriff „Mark“ vom althochdeutschen Begriff „marca“ ab. Dieser lässt sich mit „Grenze, Ende, Grenzland“ aber auch „Zeichen“ übersetzen. Der letztere und treffendste beruht auf der Tatsache, dass Gold- und Silberbarren mit einer Prägung ihres spezifischen Gewichts versehen waren- einer Markierung. Das Wort „Mark“ bezeichnete Anfangs nur diese Markierung, später dann aber den ganzen Barren und sein Gewicht und schließlich die Münze bzw. das Geldstück mit bestimmtem Gewicht und Wert.

27.Kies

27 volkstümlicher Begriff für Geld Das deutsche Wort „Kies“ für Geld hat mit dem Gestein nichts zu tun. Woher es sich genau ableitet, ist nicht sicher zu deuten. Eine Vermutung ist, dass es sich, genau wie „Moos“, aus dem Hebräischen ableitet. Das hebräische Wort „Kis“ bedeutet schlicht „Beutel“ und wurde auch in dieser Bedeutung in der Gaunersprache, das Rotwelsch, übernommen. Dabei wird vorausgesetzt, dass eine Entwicklung der Bedeutung vom Wort „Beutel“ zum Begriff „Geld“, also zum Inhalt des Beutels, statt gefunden hat. Aus diesem Grund ist es auch denkbar, das das Wort „Kies“ direkt aus dem rotwelschem stammt. Dort hatte das Wort „Kies“ bzw. „Kisel“ die Bedeutung von „Stein“. Letzteres ist eng verbunden mit dem Wort „Steiner“, welches in der rotwelschen Sprache das Münzgeld bezeichnete. Weil„Silbergeld, Scheidemünzen“ die früheste Bedeutung ist, die dem Wort „Kies“ in dieser Sprache beizumessen ist, kann eine inhaltlichen Bedeutungsbeeinflussung von „Kies“ durch „Steiner“ angenommen werden.

28.Reibach

28 unverhältnismäßig großer Gewinn Große bzw. gute Geschäfte die man mit Glück und Erfahrung machen kann, bezeichnet man hinlänglich als „Reibach“. Das Wort stammt aus dem Hebräischen von „rawah“ und entwickelte sich über das jiddische Wort „re(i)bach“ in die rotwelschen Worte „Reibach“, „Rebbach“, „Rewwig“ bzw. „Rewwich“. Wörtlich sind diese Wörter mit den Begriffen „Gewinn“, „Verdienst“ oder „Zins“ zu übersetzen. In seine heutige Bedeutung hat sich das Wort also erst hinein entwickelt. War es vom Grundzug her ein eher neutrales Wort für den Ertrag eines guten Geschäfts, klingt in dem Wort „Reibach“ heute eher ein negativer Unterton mit und es wird mit Assoziationen wie Ausbeute oder unlautere Geschäfte in Verbindung gebracht. Von dem Wort „Reibach“ und seinen älteren Vorformen „Rebbes“ und „Ribbes“entwickelte sich in der rotwelschen Gaunersprache über „beribbeln“, „berebbeln“ bzw. „berabbeln“ auch das noch heute verwendete Wort „berappen“. Dieses lässt sich am treffendsten mit „(widerwillig) bezahlen“ übersetzen und wird auch noch heute in diesem Sinn verwendet.

29.Tresor

29 Panzerschrank Die heutige deutsche Übersetzung für das (Fremd-)Wort „Tresor“ lautet Panzerschrank. Er bezeichnet damit einen gepanzerten, diebstahl- und feuersicheren Korpus, in dem Gegenstände, vornehmlich Werte, aufbewahrt werden. Auch gepanzerte unterirdische Räume, auch Stahlkammern genannt, lassen sich unter dem Begriff „Tresor“ zusammenfassen. Das heute gebräuchliche Wort leitet sich vom ursprünglichen französischen Wort „trésor“ ab. Dieses wiederum hat eine längere Entwicklung in Wort und Bedeutung inne: Seine Vorform bedeutete „Schatz“, „Anhäufung von Gold, Silber oder Edelsteinen“ bzw. auch „Schatzkammer“. Es ist aus dem griechischen Wort „thesaurós“, für „Vorrat“, „Schatz“, „Schatzkammer“ oder „Speicher“, hervorgegangen, welches sich aus den lateinischen Formen „tresaurus“ und später „thesaurus“ entwickelte. In die deutsche Sprache kam das Wort als gleichbedeutende Entlehnung der mittelhochdeutschen Formen „tresor“, „trisor“ bzw. „treser“. Bis ins 17 Jahrhundert wurden auch vereinzelt die niederdeutschen Formen „Trisur“ und „Tresor“ gebraucht. Diese sprachlichen Formen gehen auf das Althochdeutsch zurück. In dieser Sprachform bezeichnete „triso“ bzw. „treso“ allgemein den Schatz oder eine Schatzkammer. Für letzteres waren jedoch auch die Begriffe „trisohûs“ und „tresohûs“ gebräuchlich. Das angelsächsische Wort „tresurhûs“ für „Schatzhaus“ oder „-kammer“ wird jedoch auf den lateinischen Begriff zurück geführt. Die Entwicklung des Tresors begann etwa im Mittelalter. Dort wurden Truhen als Vorläufer des Sicherheitsschrankes eingesetzt, um wertvolle Gegenstände zu verwahren. Aber schon vor etwa 200 Jahren wurden dann die ersten Vorformen des, nach heutigem Verständnis richtigen, Tresors entwickelt. Während diese bis 1960 noch von den produzierenden Unternehmen in eigenständiger Verantwortung entwickelt wurden, unterliegen die Behältnisse seit dem allgemeinen Normen der Fachgemeinschaft Geldschränke und Tresoranlagen.

30.Viehkredit

30 bestimmte Form der Geldentleihung Diese Art der Geldleihgabe bezieht sich tatsächlich auf das Nutzvieh. Diese Form des Kredits wird also ausschließlich an Landwirte vergeben und erfordert Nachweise, dass das Geld für die Züchtung von Nutzvieh eingesetzt wird. Das bedeutet, dass diese Summen für die Vergrößerung des Viehbestandes genutzt werden muss. Früher beinhaltete es sogar den Einsatz für den Einkauf von besseren Futtermittelprodukten im Sinne der Qualität aber vor allem auch der Lagerfähigkeit. Damit sollte die bis etwa 1650 gängige Abschlachtung des Viehbestandes vor dem Winter zwecks Futterknappheit verhindert werden. Durch die Nutzung des Viehkredites konnten Landwirte eine deutliche Steigerung ihrer Erträge verbuchen. Die damit ermöglichte Dreifelderwirtschaft brachte ausreichende Mengen an Futter ein, sodass das Vieh über den Winter gebracht werden konnte.

31.Palliengeld

31 Abgabe an den Papst Als „Palliengeld“ betitelte man die finanziellen Abgaben die von den Erzbischöfen nach deren Wahl an den Papst zu entrichten waren. Durch diese Zahlung bekamen die neu gewählten Erzbischöfe das Pallium, eine vom Papst gesegnete Stola die über dem Messegewand getragen wird, überreicht. Das Pallium gilt als Zeichen der erzbischöflichen Würde und war Vorraussetzung für das Ausüben des „ius ordinis“ und des „ius iurisdictionis“ der Synodenberufung. Die Bezahlung des Palliengeldes erfolgte in Form von Bargeld, überwiegend in Gulden. Die folgenreichste Palliengeldzahlung erfolgte 1517 als der Erzbischof von Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, für seine Wahl zum Erzbischof von Mainz die Summe von 20.000 Gulden zahlen musste. Damit er diese Summe zahlen konnte, ließ er Ablassprediger, wie z.B. Johann Tetzel, in seinen Territorien den Petersablass eintreiben. 

32.Pfeffersack

32 spöttische Bezeichnung wohlhabende Leute Im Mittelalter bezeichnete man Händler der Hanse, ein Städtebund zur Vertretung der Handelsinteressen, spöttisch als Pfeffersäcke. Der Spottname entstand durch den Wohlstand dieser Kaufleute den sie überwiegend durch Gewürze erwirtschaftet hatten. Gewürze waren ein wertvolles Handelsprodukt und wurden im Mittelalter allgemein unter dem Begriff „Pfeffer“ zusammengefasst. Das tatsächliche Gewürz Pfeffer war darüber hinaus ein Handelsgut das so wertbeständig war, dass es in einigen Städten und Ländern mit Edelmetallen gleichgesetzt wurde. Damit wurde Pfeffer auch als Gegenwert für den Landkauf, Zölle oder ein kostspieliges Leben akzeptiert und eingesetzt. Nach und nach entstanden spezifische, sich auf die Region beziehende Bezeichnungen, wie z.B. „Nürnberger Pfeffersack“. Auch dieser bekam die Bezeichnung auf Grund seines Handels mit „levantinischen Spezereien“ - Also Gewürzen aus dem Mittelmeerraum. Der Begriff „Pfeffersack“ wird aber auch heute noch gebraucht und abfällig für die Betitelung von reichen, rücksichtslosen und nur auf Geld und Macht fixierte Menschen verwendet.

33.Hörergeld

33 frühere Form der heutigen Studiengebühr Bis etwa 1970 wurde an den meisten westdeutschen Universitäten das sogenannte „Hörergeld“ von den Studierenden verlangt. Die Gebühr von etwa 150 DM wurde allerdings, im Gegensatz zu den Studiengebühren, nur von den Studenten verlangt, die zu der Zahlung in der Lage waren. Dennoch kam es in den Studentenschaften zunehmend zum Widerstand gegen diese Gebühren, der schließlich in einem Boykott des Hörergeldes gipfelt. Der Anfang der Boykottaktionen startete in Hamburg, von wo aus er sich durch den ganzen westdeutschen Raum verbreitete. Ausgang der Studentenrevolten war die Abschaffung dieser Gebühr. Für mehr als drei Jahrzehnte blieb damit das Studieren in Deutschland, abgesehen von den üblichen Semestergebühren, kostenlos. Seit 2004 ist in einigen Bundesländern das „Hörergeld“ in neuer Form der Studiengebühren wieder eingeführt. Allerdings mit dem Unterschied, dass diese von jedem Studenten zu entrichten sind.

34.Spekulant

34 Person die hohe Gewinne durch Risikogeschäfte erzielt Als „Spekulant“ werden Personen bezeichnet, die versuchen durch Geschäfte mit einem oftmals hohen Risiko einen hohen Gewinn zu erzielen. Das Wort leitet sich vom Verb „spekulieren“ ab, welches Vorgänge wie „Nachdenken“, „mit etwas rechnen“ und „riskante Geschäfte machen“ beschreibt. Die mittelhochdeutsche Form „speculieren“ beschrieb vor allem die religiösen Tätigkeiten „sich in Religion und ihrer Betrachtung zu versenken“ bzw. „Gott zu erforschen suchen“. Mystiker entlehnten diese Bedeutungen aus der lateinischen Form des Wortes „speculari“, was man mit „(umher)spähen“, „sich umsehen“, „auskundschaften“, „beobachten“ übersetzen kann. Durch die Reformatoren, wie Martin Luther, bekommt das Verb einen auch abwertenden Nebensinn. Es wurde für das Forschen und Nachdenken auf nichtbiblischer Grundlage verwendet. Dennoch bleibt auch die neutrale Bedeutungsebene dieses Wortes erhalten. Sodass es weiterhin wertneutral das „Nachdenken“, „Überlegen“ und „Mutmaßen“ beschrieb. Im 18. Jh. erfuhr des Verb durch die Philosophie eine weitere Bedeutungsreduktion und Beschrieb die gedankliche Tätigkeit „Erkenntnisse durch das bloße Denken ohne Empirie zu erlangen“. Das Wort „Spekulant“ stand aus philosophischer Sicht in diesem Fall für einen Grübler, der über metaphysische Dinge nachdenkt. Die Kaufmannssprache prägte ab etwa dem 16. Jh. das heutige Verständnis des Begriffes. In ihr beschrieb das Verb „spekulieren“ den Vorgang, riskante Geschäfte zu machen. Der „Spekulant“ aus kaufmännischer Sicht war demnach jemand, der mit Risiko nach Gewinn strebt. 

35.Heuer

35 Seemannslohn Der Begriff „Heuer“ benennt in der Schifffahrt den Lohn eines Seemanns. Der Matrose schloss mit der Reederei dafür den Heuervertrag ab. In diesem wurde die fixe Summe der Bezahlung festgeschrieben. Dieser Vertrag konnte im Gegensatz zu heute auch in nichtschriftlicher, also mündlicher Form erfolgen und konnte vom Kapitän als Stellvertreter der Reederei und dem Seemann abgeschlossen werden. Die auch heute noch vielfach verwendeten Redensarten vom Heuern und Feuern basieren auf der früher übliche Anwerbung von Seeleuten, dem Anheuern auf Zuruf. Durch diese mündlichen und losen Heuerverträge war es den Reedereien möglich, die Verträge wieder leicht kündigen zu können. Das „Heuern und Feuern“ war somit eine gängige Personalpolitik. Aus der Bezeichnung des Seemannslohns leitet sich auch die Berufsbezeichnung des „Heuermaats“ ab. Der „Heuermaat“ war in Norddeutschland bis in die 20er Jahre des 20. Jh. dafür zuständig in Hafenkneipen arbeitslose Matrosen ausfindig zu machen, die auf den Schiffen der entsprechenden Reederei anheuern konnten. Entscheidend war und ist nach wie vor die Auszahlung der Heuer. Auch wenn sie gewohnheitsmäßig als Bargeld ausgezahlt wird, ist die Währung entscheidend in der sie gezahlt wird. Sofern die Heuer gewechselt werden muss, kommt es für die Matrosen auf den entsprechenden Kurs an, um nicht all zu große Verluste beim Tausch in eine andere Währung zu haben.

36.Ungeld

36 Verbrauchersteuer Auch die Namen „Umgeld“, „Ohmgeld“ oder „Akzise“ betitelten das „Ungeld“. Es war eine Art Verbrauchersteuer, die zuerst in Spanien und Venedig und schließlich seit dem 13. Jh. auch nachweisbar am Niederrhein, auf Verbrauchsgüter wie Lebens- und Genussmittel erhoben wurde. Es ist damit die älteste indirekte Steuer Europas. Das Wort kommt aus dem mittelhochdeutschen von „Ungelt“ und leitete sich damit von dem Wort „gelt“ für „Zahlung“ und „Abgabe“ ab. Die vorgestellte Silbe „un-“ wurde als gebräuchliche Verstärkung für den Hauptteil des Wortes eingesetzt, wie z.B. auch bei dem Wort „Unmenge“. Erhoben wurde das „Ungeld“ von den Reichsstädten und wurde hier entweder direkt an den Stadttoren oder auf den Märkten eingezogen. Ab etwa dem 16. Jh. wurde das „Ungeld“ von den Landesherren dann zunächst nur noch auf den Getränkeausschank erhoben. Der „Ungelter“ als Einzugsbeamte des „Ungeldes“ kontrollierte monatlich Getränkefässer und Ausschank und rechnete anschließend mit den Wirten die Steuerabgaben ab. In der Kurpfalz wurde dazu 1549 eine Verordnung festgelegt die festschrieb, dass nirgendwo in der Pfalz Wirte Getränke ohne Wissen des Ungelters einlagern durften. Andere Stellen an denen das auch als „Akzise“ betitelte „Ungeld“ als eine Art Binnenzoll eingenommen wurde, waren entsprechend benannt. „Akziseeinnehmer“ waren allgemein die sogenannten Torschreiber, die direkt an den Stadttoren das „Ungeld“ einnahmen. Das Geld wurde in einer Kassette mit unterschiedlichen Schlössern eingesammelt, die nur die „Ungelter“ oder „Akziseeinnehmer“ und die Finanzbeamten der Herrschaft gemeinsam öffnen konnten. Damit war ein Betrug ausgeschlossen. Die Aufteilung des „Ungeldes“ war allerdings oft eine schwierige Aufgabe. Da es zwischen den Rechten des Landesherren und denen des Ortsherren keine klar definierten Grenzen gab, beanspruchten gelegentlich auch die Ortsherren einen Teil des „Ungeldes“.

37.Wardein

37 Münzprüfer Der „Wardein“ wurde auch mit der Bezeichnung „Guardein“betitelt, welches sich vom lateinischen Wort „guardianus“ ableitet und „Wächter“ bzw. „Hüter“ bedeutet. Es war eine Betitelung für die Beamten im Mittelalter die Erze und Münzen auf ihren Gehalt bzw. Inhalt überprüften. Die deutsche Berufsbezeichnung leitete sich nicht direkt aus dem lateinischen ab, sondern entstand in weiterer Entwicklung aus dem französischen Wort „gardien“ für „Aufseher“. Über das nordfranzösische Wort „wardien“ und den niederländischen Begriff „wardijn“, ersetzte es schließlich im deutschen Sprachraum mit dem Wort „Wardein“ die Begriffe „Probierer“, „Hüter“ oder „Aufzieher“. Seinen Ursprung fand diese Berufsbezeichnung im Bergbau, wo die Wardeine durch ihre chemischen und metallurgischen Kenntnisse das Bestimmen und auch das Scheiden von Legierungen beherrschten. Zur deutlicheren Kennung der Tätigkeitsschwerpunkte spezifizierte man später die Erz- oder Bergwardeine und die Münzwardeine. Während die Erzwardeine, auch Erzprobierer genannt, den verwertbaren Erzgehalt im Gestein bestimmten, überprüften die Münzwardeine die Feingehälter einzelner Metalle in den Münzen. Des weiteren analysierte er auch die Legierung, prüfte das Münzgewicht insgesamt und kontrollierte die Qualität der Münzen. Des Weiteren überprüfte und kontrollierte der Münzwardein auch den Münzmeister und dessen Prägestätte. Der Wardein stellte zudem auch Münzgewichte her und verwahrte in Phasen, in denen keinen Münzen geprägt wurden, die Prägeeisen. Die Tätigkeit selbst die der „Wardein“ bzw. „Guardein“ ausübte, wurde als „Wardieren“ bezeichnet. Im sogenannten „Probierofen“ konnte er die Münzbestandteile und dessen Mengen genau untersuchen. Zur Analyse und zur Arbeit verwendeten die Münzwardeine meistens selbstgebaute Messwerkzeuge, die viel genauer waren als handelsübliche Waagen und Werkzeuge. Die Arbeit des Wardeins unterlag genauen Probiervorschriften, die es schon bereits im 16. Jahrhundert gab. Der Münzwardein Larzarus Ercker setzte die ersten Vorschriften auf, die im 16. Jahrhundert schließlich als Standardwerk der Metallanalytik galten.

38.Pfennigfuchser

38 Geizhals Der „Pfennigfuchser“ war auch unter den Synonymen „Pfennigklieber“, „Pfennigschaber“ oder „Pfennigspitzer“ bekannt und wurde umgangssprachlich für die Bezeichnung eines Geizhalses verwendet. Gebräuchlich ist der Begriff seit etwa dem 18. Jahrhundert. Der Wortteil „fuchsen“ geht wohl auf das lateinische Wort „vexare“ zurück, was soviel wie „jemanden schütteln, plagen, quälen“ heißt. Es entwickelte sich in der deutschen Sprache zum heute nicht mehr gebräuchlichen „vexieren“ für „ärgern“ bzw. „quälen“. Auch die Herleitung vom Wort „einfuchsen“, in der Bedeutung etwas mit Anstrengung und Mühe zu betreiben, trifft auf den „Pfennigfuchser“ zu. Damit beschreibt das Wort „Pfennigfuchser“ jemanden der nicht nur penibel darauf achtet nicht zu viel Geld auszugeben sondern genauer jemanden, der andere wegen Pfennigen und Nichtigkeiten plagt.

39.Hammelgeld

39 Abgabe Der Begriff „Hammel-“ oder auch „Schnitthammelgeld“ war in seinem Ursprung nicht ganz treffend. Als „Hammelgeld“ wurden allgemein die Abgaben an den Grundherren von Schafbesitzern bezeichnet, die auf dessen Grund und Boden ihre Tiere weiden ließen. Diese Abgabe wurde anfangs jedoch nicht in Form von Geld sondern in Form von Waren, Erzeugnissen aus der landwirtschaftlichen Produktion, gezahlt. Erst später musste die Entschädigung in monetärer Abgabe geleistet werden. Da von der Schafzucht nicht nur die Versorgung der Landbevölkerung mit dem Fleisch der Tiere gewährleistet wurde, sondern durch die Wolle auch die Textilindustrie von den Schafbauern abhängig war, wurde das „Hammelgeld“ sogar vor Gerichten verhandelt. Selbst das Reichskammergericht musste sich mit dieser Form der Abgabe auseinandersetzen. Denn die Abgabe wirkte sich aus wirtschaftlicher Sicht hinderlich auf die Tierhalter und schließlich auf das Textilgewerbe aus. Schafhalter hatten häufig Schwierigkeiten das Geld zu zahlen, da es neben dem „Hammelgeld“ auch weitere Abgaben zu zahlen gab. Aus diesem Grund wurden diese finanziellen Forderungen bis in das Textilgewerbe weitergereicht, was den Stoff- und Bekleidungssektor wirtschaftlich stark behinderte.

40.Zehnt

40 Abgabe Vom lateinischen Wort „decenia“ und dem daraus entstandenen mittelniederdeutschen Wort „teghede“ entwickelt sich der Begriff „Zehnt“. Auch die Abwandlungen „Zehent“, „Zehnter“ oder „der Zehnte“ waren für die ca. zehnprozentige traditionelle Steuer gebräuchlich. Die Abgabe wurde mit Geld oder Naturalien an religiöse Institutionen, wie Kirchen oder Tempel, oder weltliche Institutionen, die Könige und Grundherren, gezahlt. Schon seit dem Altertum war diese Form der Abgabe bekannt und wurde bis in die frühe Neuzeit erhoben. Bereits das alte Testament der Bibel belegt, dass der Zehnt zu jener Zeit eine traditionelle Abgabe im Orient von Ägypten bis Persien war. Im Mittelalter wurde die Abgabe zunächst in Form von Naturalien oder persönlichen Diensten direkt an den Pfarrer gezahlt. Aus praktischen Gründen wurde im Laufe der Zeit der „Zehnt“ jedoch zu einer an ein Grundstück gebundenen Abgabe verwandelt und bildete somit schon die Basis für die spätere Grundstücks- und Vermögenssteuer. Vielfach verpachteten die Pfarrer als Zehnt-Empfänger die Rechte der Zehnterhebung. Da die Pächter jedoch überwiegend Handelsleute waren, hatte dies zur Folge, dass immer weniger der Abgaben an die Kirche gelangte und führte zur „Zehnt“-Verdrossenheit der Bevölkerung. Diese wiederum war Nährboden für die Bauernaufstände und die Reformation im 16. Jahrhundert. Die Menge des „Zehnten“ war als eine unabhängig von der Ernte festgelegte Abgabe. Sie wurde in den sogenannten „Zehntscheunen“ aufbewahrt. Der Begriff differenzierte sich im Laufe der Zeit. Vom alttestamentlichen „Zehnt“ entwickelte sich im Mittelalter die Unterscheidung zwischen dem „Groß-“ und dem „Kleinzehnt“. Während unter dem „Großzehnt“ die Abgaben die auf Getreide und Großvieh zu entrichten war verstanden wurde, bezeichnete der „Kleinzehnt“ die Abgaben auf Kleinvieh und Feldfrüchte. Dieser wurde oft auch „Fruchtzehnt“ genannt. Daneben entwickelten sich je nach örtlichen Begebenheiten weitere Differenzierungen des „Zehnts“ wie u.A. der „Weinzehnt“, auch als nasser Zehnt bezeichnet, der „Heu-“, „Holz-“, „Fleisch-“ oder „Blutzehnt“, der auf geschlachtete Tiere bzw. Tierprodukte zu entrichten war.

41.Bodmerei

41 Darlehen Der Begriff „Bodmerei“ ist ein Begriff aus dem Seehandelsrecht. Er beschreibt eine Art Darlehensvertrag, der es einem Kapitän in Notlage außerhalb seines Heimathafens ermöglichte, sein Schiff oder Teile dessen sowie auch die Ladung zu verpfänden. Damit war er in der Lage, seine Geldnot temporär zu beheben, um seine Reise fortzusetzen oder das Schiff während einer Seereise aufzurüsten. Um dieses Darlehen in Anspruch zu nehmen, hat der Seemann mit einem Bodmeristen einen Bodmereivertrag, einen sogenannten „Bodmereibrief“ oder „Bielbrief“, aufgesetz. Der in ihm festgeschriebene Betrag war vom Schuldner innerhalb einer bestimmten Frist nach Ankunft im Bestimmungshafen der Bodmereireise zurückzuzahlen. Das allgemeine Gesetz setzte eine solche Frist auf acht Tage an. Das bedeutete, dass der Kapitän spätestens am achten Tag nach seiner Ankunft im vereinbarten Zielhafen das Geld zurückzahlen musste. Der Bodmerist hatte im Gegenzug als Absicherung die Rechte eines Schiffgläubigers. Das bedeutete, dass die verbodmeten Gegenstände bis zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld nicht ausgeliefert werden durften. Mit Untergang der Pfandobjekte erloschen jedoch die Forderungen des Bodmeristen an das Kapital und die Prämie. Die Bodmerei entwickelte sich aus dem Seedarlehen der Römer, dem „Foenus nauticum“. Dieser erlaubte sogar einen höheren Zinssatz als dem sonst gesetzlich festgeschriebenen Zinssatz. Aus dem Foenus nauticum entwickelte sich im Mittelalter schließlich die Großaventurei, auch Respondentia genannt, als konkrete Vorform der Bodmerei. Besonders in Frankreich und England wurde diese Art Seedarlehensvertrag genutzt. In Frankreich war er als „Contrat à la grosse“ und in England als „Bottomry“ bekannt. Letzterer Begriff stammt vom Wort „Bome“ ab welches gleichbedeutend mit dem Wort „Kiel“ oder „Boden“ / „Schiffsboden“ ist.

42.Obolus

42 Münze Den Begriff „Obolus“ kennen wir heute mit der Bedeutung eines kleinen Geldbeitrages. Mit dem Leisten eines „Obolus‘“ meinen wir heute das Geben einer Spende oder eines Trinkgeldes. Ursprünglich stammt das Wort jedoch aus dem Griechischen. Das griechische Wort „obolos“ benannte eine Münze mit geringem Wert. Sechs Obolen hatten den Gegenwert einer Drachme. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort „obolos“ „Spieß“ oder „Bratspieß“ und rührt daher, dass ursprünglich die Münzen nicht flach und rund, sondern wie kleine Metallspitzen oder –spieße geformt waren. Aus dem Griechischen entstand in der lateinischen Sprache dann auch das heute noch gebräuchliche Wort „Obolus“, dessen deutsche wörtliche Übersetzung „Entlehnung“ bedeutet – woraus sich wiederum das Sprichwort „seinen Obolus leisten“ ableitet. Eine weitere wichtige Bedeutung erhielt der Obolus jedoch auch durch die griechische Mythologie. Die kleine Münze ist auch unter dem sog. Begriff „Charonspfennig“ bekannt. Bevor die Toten begraben wurden, legte man ihnen die Münze unter die Zunge. Diese Grabbeigabe diente als Fährgeld für den Fährmann „Charon“, der die Toten über den Fluss „Styx“ (auch „Acheron“ oder „Lethe“) in das Reich des Totengottes Hades fuhr. Des Weiteren bezeichnete das Wort „obolos“ auch eine antike griechische Maßeinheit. Ein Obolus hatte das Gewicht von 0,72 Gramm.

43.Schatulle

43 Aufbewahrungsbehältnis Als „Schatulle“ wird ein, meist handwerklich hergestelltes und reich verziertes, Kästchen mit Deckel bezeichnet, indem mehr oder minder wertvolle Gegenstände, Geld oder wichtige Papiere bzw. Dokumente aufbewahrt werden. Schatullen wurden aus diversen Materialien gefertigt: aus Holz, Leder, Metall, Silber und sogar Stein. Seit dem Mittelalter sind diese Aufbewahrungsbehältnisse bekannt und wurden oftmals als Minnegaben verschenkt, weshalb sie auch unter dem Begriff „Minnekästchen“ bekannt sind. Als „Minnegabe“ wiederum bezeichnet man ein Geschenk, das an denjenigen erinnern soll, der es verschenkt hat. Des Weiteren kommt dem Begriff „Schatulle“ noch eine weitere Bedeutung zu. Als „Schatulle“ wurde auch der Privatetat oder der Hausschatz eines Regenten, also Fürsten, oder eines Staatsoberhauptes bezeichnet. Wir verwenden den Begriff im Zusammenhang von freiwilligen Gaben und Spenden wenn wir davon sprechen: „Seine Schatulle zu öffnen“. Das Wort „Schatulle“ hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache und leitet sich vom Wort „scatula“ für Schachtel ab. Aus „scatula“ entwickelte sich das italienische Wort „scatola“ für Schachtel oder Kasten. Durch den Italienhandel fand das Wort Einzug in die deutsche Sprache. In Tirol wurde es das erste Mal nachgewiesen. Ebenfalls entstanden in der deutschen Sprache verschiedene Abwandlungen und Formen des Wortes. So wurde das Wort „Scatulle“ oder die französierende Form „Schatoulle“ als Vorform für den (Geld)-Schrein verwendet, der in der deutschen Sprache erst etwa seit dem 17. Jahrhundert und noch bis heute mit „Schatulle“ bezeichnet wird.

44.Kapplaken

44 Honorarzahlung Als „Kapplaken“ (auch „Kaplaken“) bezeichnete man eine zusätzliche Honorarzahlung an den Kapitän. Für selbige war auch der Begriff „Mützengeld“ gebräuchlich, welcher sich aus der Herkunft des Wortes „Kapplaken“ ableitete. Dieses Wort stammt aus dem Niederländischen und bedeutet so viel wie „Laken“ oder „Tuch“ bzw. auch „Kappe“ und wurde schließlich im Seehandelsrecht zur Bezeichnung für den zusätzlichen Seemannslohn, um eine solche zu erwerben, verwendet. Das „Kapplaken“ war frei verhandelbar und lag im 19. Jahrhundert bei etwa fünf bis sechs Prozent der Heuer. Das „Mützengeld“ wurde vertraglich zwischen den Seeleuten und den Schiffseignern, den Reedern, bzw. den Auftragsgebern vereinbart. Der Kapitän erhielt diese Sonderzahlung als Belohnung, wenn er eine Fracht termingerecht, sicher und unbeschadet erfolgreich an den Ladungsempfänger lieferte. Was zur damaligen Seefahrt nicht selbstverständlich gewesen ist, da diese allgemein gefährlich und risikoreich war. Aus diesem Grund war diese Art Sonderzahlung als Zubrot für den Kapitän weit verbreitet und beliebt. Der Begriff „Mützengeld“ fand des Weiteren auch Verwendung als Bezeichnung für besondere kirchliche Abgaben.

45.Salär

45 Lohnzahlung Das heute noch umgangssprachlich verwendete Wort „Salär“ als Bezeichnung für den Arbeitslohn entwickelte sich über das französische Wort „salair“ für „lohn“ aus dem Lateinischen vom Wort „salarium“. Als „Salarium“ bezeichnete man die bestimmte Salzration, die jedem Legionär, dem Soldaten im römischen Reich, zustand. Denn Salz war in der Antike nicht nur als Speisewürze bedeutsam, sondern wurde vor allem auch als Konservierungsmittel verwendet. Die Höhe des „Salariums“ richtete sich nach dem Erfolg des Soldaten. Je erfolgreicher er war, umso höher viel sein „Salarium“, also seine Salzration aus. Des Weiteren bekamen auch reisende Magistratspersonen, also Beamte, eine Salzzuteilung. Wurde das Salär anfangs tatsächlich noch in Naturalien, also als „Salarium“ als echte Salzration ausgezahlt, bekamen die Soldaten später das „Salär“ als finanzielles Mittel gezahlt, um sich die lebenswichtige Salzration zu kaufen. Damit wandelte sich auch die Wortbedeutung zu „Sold“ oder auch „Gehalt“. Heute wird das Wort „Salär“ in der alltäglichen Sprache nur noch in der Schweiz als Bezeichnung für den monatlichen Arbeitslohn verwendet. Das entsprechende Verb dazu lautet „salarieren“ und bezeichnet die Entlohnung.

46.Schmiergeld

46 Gebühr In der heutigen Sprache gebrauchen wir das Wort „Schmiergeld“ als Synonym für Bestechungsgeld. Diese Form des Geldes wird an Personen in allgemein höheren Positionen gezahlt, um Vorgänge zu beschleunigen. In diesen Fällen der Korruption spricht man auch von einer „aktiven Bestechung“, die strafrechtlich verfolgt wird. Ebenfalls die „passive Bestechung“, also die Entgegennahme von „Schmiergeld“, ist strafbar und wird verfolgt. In beiden Fällen macht es strafrechtlich keinen Unterschied, ob das Schmiergeld in Form von finanziellen oder nichtgeldlichen Mitteln gezahlt oder angenommen wird. Auch schon im Mittelalter war diese Bedeutung vom „Schmiergeld“ gebräuchlich und bekannt und man verstand unter dem Wort „schmieren“ auch „bestechen“. Schon um 1700 ist im Niederdeutschen das Wort „Smeergeld“ mit dem Sinn von Bestechung belegt. Eine weitaus andere Bedeutung kommt dem Begriff „Schmiergeld“ aus dem infrastrukturellen Bereich zu. Zu Zeiten des Einsatzes von Postkutschen wurde das „Schmiergeld“ als Anteil der Taxe mit eingerechnet. Um 1812 wurde es mit einer Höhe von 12 Kreuzern festgesetzt, die jeder Fahrgast zahlen musste. Diese Gebühr wurde eingesetzt, um Schmierfett zu kaufen, um damit wiederum die Achsen regelmäßig, das hieß an jeder Poststation, zu fetten. Damit wurde lästiges Quietschen und unnützer Abrieb sowie ein festsetzen der Räder an den Achsen verhindert, was ein Weiterkommen unmöglich gemacht hätte. Zum „Schmiergeld“ erhielt der Postillion zusätzlich ein festes Trinkgeld. Damit wurde das „Schmieren“ im heutigen negativen Sinne verhindert und er konnte nicht zum schnelleren Fahren angehalten werden. Zudem waren Postillione oder Posthalter Staatsbeamte und ohnehin an einen festen zeitlichen Fahrplan gebunden. Damit konnten sie nicht im Dienste einzelner Reisender stehen und machten sich bei Bestechlichkeit strafbar.

47.Sekel

47 Münzeinheit Der „Sekel“ oder auch „Sche(c)kel“ bezeichnet eine aus dem Altertum stammende babylonische Münze. Schon im Alten Testament der Bibel wird der „Sekel“ als Zahlungseinheit aufgeführt. In der Bibel wie auch in vielen alten Dokumenten finden sich sogar Wertangaben zu ihm und es wird dadurch deutlich belegt, wie sehr sich sein Wert im Laufe der Jahrhunderte geändert hat. Davon zeugen auch die unterschiedlich schweren Fundstücke des Sekels aus verschiedenen Zeitepochen. Der normale Sekel bestand, so belegen die Ausgrabungen, aus Silber. Dennoch wurden auch seltenen Ausgrabungsstücke aus Gold entdeckt. Weshalb es besonders schwer ist, einen Wert für den Sekel auszumachen und sich die Numismatik intensiv mit dem Sekel auseinander setzt. Jedoch kann man den Sekelwert ab etwa 100 v. Chr. recht genau festsetzen. Man geht davon aus, dass der Sekel zu der Zeit eine Kleinmünze war, von der 60 Stück eine Mine ausmachten und 60 Minen in etwa einem Talent entsprachen. In Persien war der Schekel eine Silbermünze von 5,6 g und entsprach in etwa dem Wert einer 20stel Goldmünze, einer „Dareike“. Durch die schwierige Wertbestimmung des Sekels ist auch die Bestimmung der Kaufkraft des Binnenmarktes zu den verschiedenen Zeitepochen höchst schwierig. Auch der Außenwert lässt sich noch nicht sicher festlegen. Davon ab hängt jedoch wiederum die Umrechnung in andere Geldeinheiten der damaligen Zeit ab, weshalb der Sekel ein spannendes Forschungsobjekt der Numismatik bleibt und sogar ein eigenes Forschungsgebiet begründet hat. Der Wert Des Weiteren war der „Schekel“ auch die Bezeichnung einer Gewichtseinheit im babylonischen, hebräischen und phönizischen Raum. Er basierte, genau wie „Talent“, „Mine“ und „Kestia“ auf einer persischen Einheit. Diese vorderasiatischen Gewichtseinheit wurde zu Gewichtsangaben von Gold, Silber, Kupfer und Zinn verwendet, die Gewichte in Schekel angegeben und das Metall damit als Zahlungsmittel verwendet. Ein Schekel als Gewichtseinheit waren ca. 1/50 Mine was in etwa 12g entspricht. Das hebräische Wort „Mischkal“ mit der Bedeutung „Gewicht“ könnte durch seine Ähnlichkeit dem „Sekel“ oder „Schekel“ seinen Namen gegeben haben.

48.Ärariengeld

48 Steuer Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 dauerte, wurde das „Ärariengeld“ als spezielle Steuer erhoben. Erstmalig wurde diese Steuer 1648 von den Hoheiten beschlossen und auch eingetrieben, um nach dem Krieg wieder Geld in die herrschaftlichen Kassen zu spülen und diese wieder nach den immensen Kriegsausgaben aufzufüllen. Hauptsächlich und besonders in den ersten Jahren nach dem Krieg wurde diese Steuer erhoben. Allerdings wurde sie in vielen Territorialstaaten sogar bis weit ins 19. Jahrhundert gefordert. Das „Ärariengeld“ war in bar zu entrichten. Eine Begleichung mit Naturalien war nicht möglich. Gegenstand dieser Steuer waren vor allen Dingen Handänderungen, also die Änderung der Besitzverhältnisse, bei Grundbesitz oder Betriebsvermögen. Anhand dieser Handänderung wurde die Höhe der Steuer bemessen die die betroffenen Personen zu entrichten hatten. Das Wort „Ärariengeld“ basiert auf dem lateinischen Wort „Ärar“ für Staatskasse, Fiskus bzw. dem lateinischen Adjektiv „ärarisch“ für staatlich, staatseigen und kennzeichnet damit diese Steuer als „Staatsgeld“ bzw. „staatliches Geld“.

49.Wägegeld

49 Primitivgeld Auch unter dem Namen „Hackgeld“ oder „Wiegegeld“ war das „Wägegeld“ bekannt. Alle drei Namen machen deutlich wie mit dieser Art von Zahlungsmittel umgegangen wurde. Die Primärform des Geldes war nicht die Münze, sondern war in Barren, seltener in Stäbe oder Ringe, gegossenes Edelmetall. Wurde ein Kaufvorgang damit beglichen, musste ein Stück vom Barren abgehackt und gewogen werden, um auf diese Weise den Gegenwert und die Kaufkraft dieses Stückes zu ermitteln. Daher entstand die Bezeichnung „Hack-„ bzw. „Wägegeld“ für die abgeschlagenen Bruchstücke des Metalls. Da auf diesen individuellen Metallbruchstücken jedoch kein Wert eingeprägt war, musste bei jedem Kauf eine Waage zu Rate gezogen werde, um den echten Wert durch das Wiegen zu ermitteln. Die Vorteile des „Wägegeldes“ liegen hierbei auf der Hand: Es konnte beliebig oft geteilt werden und die Wertbeständigkeit der aus reinem, unbearbeitetem Metall bestehenden „Hackgeld“-Stücke war hoch. Das wirft jedoch auch gleichzeitig die Nachteile auf. Durch das unbearbeitete Metall war dessen Reinheit und damit sein Wert nie ganz genau auszumachen. Problematisch war unter Umständen auch die Handlichkeit der anfangs sehr großen Metallklötze, die damit auch eine gewisse Gefahr in sich bargen. Aus diesem Grund entwickelte sich die Formung von Barren, Stäben oder Ringen als Basis für das „Wägegeld“. Aus dieser Form des Primitivgeldes entwickelte sich dann in der weiteren Entwicklung das Münzgeld, bei dem die „Wägegeld“-Stücke einheitlich groß und mit eingeprägtem Wert versehen waren und das Hacken und Wiegen überflüssig machten.

50.Mundraub

50 Diebstahl Der Begriff „Mundraub“ beschreibt den Diebstahl bzw. die Unterschlagung von Lebens- oder Genussmitteln in geringen Mengen . Darunter fallen auch andere Gegenständen die im hauswirtschaftlichen Gebrauch stehen. Entwendete Produkte stehen dabei im baldigen Verbrauch und sind nicht dazu bestimmt gehandelt oder eingelagert zu werden. Als bildhafte Definition gilt dazu schon die Bibel. Im 5. Buch Mose heißt es: „Wenn du in deines Nächsten Weinberg gehest, so magst du Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt bist, aber du sollst nichts in dein Gefäß tun“. Im Deutschen Strafrecht wurde Mundraub bis zuletzt nach § 370 Abs. 1 Nr. 5 StGB a. F mit einer Geldstrafe bis zu 500 DM oder sogar einer einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen bestraft. Die Bestrafung entfiel jedoch, wenn der Mundraub zum Nachteil des Ehegatten oder eines Nachkommens begangen wurde. Diese Strafregelung hatte bis zum 1.Juli 1975 bestand. Seit dem wurde der „Mundraub“ als Straftatbestand abgeschafft. Diebstähle solcher Ordnung fallen heute unter den § 248a StGB. Als Unterschlagung geringwertiger Sachen werden sie heute nur noch auf Antrag verfolgt.

51.Kupon

51 Abschnitt eines Wertescheins Das Wort „Kupon“ ist allgemein geläufiger in seiner französischen Schreibweise „Coupon“. Im 18. Jahrhundert wurde das Wort aus dem Französischen eingedeutscht. Doch noch bis heute ist die französische Schreibweise weit verbreitet. Aus dieser leitet sich seine Bedeutung ab: „couper“ heißt auf Deutsch so viel wie „schneiden, ausschneiden“. Das Wort „Coupon“ benennt also etwas Ausgeschnittenes, den Abschnitt eines Wertpapiers. Damit ist tatsächlich das Wertpapier im Sinne des Börsenhandels gemeint. In diesem Themenfeld findet der Begriffs „Coupon“ seinen Ursprung. Der Abschnitt, der „Kupon“, der vom entsprechenden Bogen abgeschnitten wurde, berechtigt zur Einlösung des Gewinnanteils oder des Zinses. Beim ersteren Fall sprach man statt von einem „Coupon“ auch von einem „Dividendenschein“ und beim Zweiten von einem „Zinsschein“ oder „Zinskupon“. Der Aufbau einer Aktie erklärt den Umgang mit entsprechenden Kupons: Das ursprüngliche Wertpapier bestand aus einem Mantel und einem Bogen. Der Mantel bildet das eigentliche Wertpapier. Der eingelegte Bogen hingegen, setzte sich aus den „Kupons“ und dem Erneuerungsschein, dem Talon, zusammen. Waren alle Kupons an den jeweiligen Zinsterminen in zeitanteilige Zinsen eingelöst worden, konnte der Aktionär mit dem Erneuerungsschein einen neuen Kuponbogen beantragen. Im heutigen Börsenhandel haben Kupons nur noch eine geringe Bedeutung. Heutige Aktien werden nicht mehr in Eigenverwahrung verwaltet, sondern werden in Globalurkunden verbrieft. Damit werden auch die Gewinnausschüttungen zentral über Depotverwahrungen zentral eingereicht. So haben die händisch abzuschneidenden Kupons nur noch bei „effektiven Stücken“, also seltenen haptischen Aktien, ihr ursprüngliche Bedeutung und Handhabung. „Effektive Stücke“ werden heute nur noch als Andenken und Schmuck gedruckt. Dennoch verbriefen sie die gleichen Rechte wie globalbeurkundete Aktien. Im heutigen Umgang mit dem Wort „Kupon“ gelangt man jedoch auch schnell in den Bereich des Marketings. Dort versteht man unter dem Wort „Kupon“ Wertgutscheine, durch die ein Kunde bestimmte Rabatte in teilnehmenden Geschäften erhält. Diese Aktionen sind allgemein unter dem Begriff „Couponing“ zusammengefasst.

52.Kredit

52 Darlehensvertrag Das Wort „Kredit“ wurde im etwa 15. Jahrhundert in die deutsche Sprache entlehnt. Es leitete sich aus dem Lateinischen vom Wort „creditum“ ab, welches in deutscher Übersetzung soviel wie „das leihweise Anvertrauen“ heißt. Diesem liegt damit auch das lateinische Verb „credere“ für „vertrauen, glauben“ zugrunde. Über das italienische Wort „credito“ mit der deutschen Übersetzung „Leihwürdigkeit, Darlehen“ und dem französischen Wort „crédit“ mit gleicher deutscher Entsprechung, gelangt das Wort in die deutsche Kaufmannssprache. Die Bedeutung des Wortes „Kredit“ leitet sich damit aus seiner Wortherkunft und dessen Übersetzungen ab. Glauben und Vertrauen sind demnach die zentralen Begriffe auf die ein „Kredit“ basiert. Die Gebrauchsüberlassung von Geld oder anderen vertretbaren Sachen wird auf dem Vertrauen abgeschlossen, dass der Wert in einem bestimmten Zeitrahmen zurück gezahlt wird. Der Kreditnehmer darf dabei über den Nennwert des Kredites frei verfügen. Er ist nicht verpflichtet dieselben Banknoten, Münzen oder Waren zurück zu geben. Lediglich der Nennwert des Kredits ist in einer gesetzten Frist zu begleichen. Da ein Kredit im Normalfall entgeltlich abgeschlossen wird, fallen neben dem Nennwert auch entsprechende Zinsen an, die der Kreditnehmer dem Kreditgeber zahlen muss. Bei den Kreditformen unterscheidet man in erster Linie zwischen kurz-, mittel- oder langfristigen Privat- und Bankkredit. Unter einem Privatkredit versteht man einen Kredit, der von einer Privatperson an eine andere gegeben wird. Der Bankkredit hingegen wird, wie der Name aussagt, von einer Bank vergeben. Der Bereich der Bankkredite teilt sich viele weitere spezielle Untergruppen und Finanzierungsformen auf.

vor67nach

Innerhalb der SAMMLUNGFUSSBALL eröffnen wir die Ausstellung vor67nach mit Begriffen aus dem Umfeld von Eintracht Braunschweig.

Kabinett Finanzen - im Geschäftsbericht 2012 der Braunschweigischen Landessparkasse

Einen schönen Rückblick auf das Kooperationsprojekt "Kabinett Finanzen" zwischen der Braunschweigischen Landessparkasse und dem WORTMUSEUM gibt der Artikel im aktuellen Geschäftsbericht. Erinnerungen werden wach - schön war's und ist's, lesen lohnt.

Sparbuch des Finanzwortschatzes

Über das Druckwerk "Kabinett Finanzen" aus dem Appelhansverlag

 

Anhören:

Das gesprochene Wort

Wechselnde Einzelexponate aus dem Kabinett Finanzen zum Nachhören:

 

Mark | Kies

Moos auf der hohen Kante

Der zusammenfassende Beitrag von Radio Okerwelle über den Vortrag von Prof. Dr. Armin Burkhardt in der Braunschweigischen Landessparkasse vom 16. Mai 2012 zum Anhören:

Wort Sprache Lesen

Schulprojekt 2013

 

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Bericht über das WORTMUSEUM

rbb Kulturradio

 

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Seitenausgang

Identität und Strategie

identitaetundstrategie.com