Für die 1. Liga – BTSV

Die erste Bundesliga-Saison unserer Eintracht nach 28 Jahren liegt hinter uns 

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Werte schaffen Wert

Vortrag von Sven Korndörffer anlässlich der Ausstellung "Kabinett Finanzen"

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Das Kabinett Finanzen

ein Projekt vom Wortmuseum und der Braunschweigischen Landessparkasse - der Artikel aus der regjo-Ausgabe 2/2012 berichtet

 

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Günter Grass im WORTMUSEUM

 

 

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Wortwettbewerb tausche

 

 

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"Eintracht, das ist n' Virus."

„Kurvenmutti“  
Christel Neumann erklärt ihren Namen in einem Interview   
„Eintracht, das ist n’ Virus“   
INTERVIEW mit Kurvenmutti 24.04.2014, Kristin Zielinski WORTMUSEUM   
Kristin Zielinski: Frau Neumann wir möchten gern das Wort „Kurvenmutti“ in die Sammlung vor67nach aufnehmen. Wie ist es zu diesem Namen gekommen?
Christel Neumann: Im Grunde genommen weiß ich das selber gar nicht. Da fingen mal kleine Kinder mit an; so fünf bis sechs Jährige. „Du bist doch unsere Kurvenmutti...“ so ist das mal gekommen. Das hat sich einfach rumgesprochen, ich weiß auch nicht wie.
Kristin Zielinski: Waren das Kinder im Stadion?
Christel Neumann: Ja, ich steh ja im Innenraum und die Kinder stehen am Zaun. Dann war ich mal zu einem 5-Jährigen zum Geburtstag eingeladen. Und irgendwie fiel das dann plötzlich vor 2 Jahren – „Kurvenmutti“. Vorher war ich einfach Christel. Ich gehe ja schon Jahrzehnte ins Stadion, das heißt, dass ich da auch schon Kult bin. „Abseits“ hat zwei Seiten über mich gebracht, da steht ja das Meiste auch schon drin.
Kristin Zielinski: Seit wann sind sie Eintracht Fan?
Christel Neumann: Seit Jahrzehnten. Ich mag immer die Zahlen nicht.
Kristin Zielinski: Was fasziniert Sie an Eintracht Braunschweig so? Sie kommen ja sicher ursprünglich aus Braunschweig.
Christel Neumann: Ich bin nicht hier geboren, aber eigentlich ich bin Braunschweigerin.
Kristin Zielinski: Und wie ist es dazu gekommen, dass Sie so ein großer Fan von Eintracht Braunschweig sind?
Christel Neumann: Ich hab ja selber Fußball gespielt in der höchsten Frauenliga. 1978 in der Landesliga. Mein Ex-Mann hat uns trainiert. Ich war im Tor, meine Tochter „letzte Frau“. Und wenn sie sich das mal angucken auf youtube unter “Kurvenmutti“, da hatte mich ja die ARD Sportschau den ganzen Tag verkabelt – da musste ich auch einiges sagen und singen und das wurde dann in „Zeitlers wunderbare Welt“ gesendet, was immer sonntags kommt. Und bei youtube gibt es wohl schon 16.000 Klicks.
Kristin Zielinski: Wahnsinn!
Christel Neumann: Also, was mich an Eintracht so fasziniert – wenn man einmal bei Eintracht war, dann kann man nicht anders. Eintracht, das ist n’ Virus.
Kristin Zielinski: Und ihr Vater hat sie früher mal mit ins Stadion genommen?
Christel Neumann: Jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie das so gekommen ist. Aber es ist einfach Jahrzehnte her. Man erinnert sich ja nicht mehr so genau. Das ist ein Virus. Eintracht ist ein Virus und Eintracht ist auch ne Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft unter den Fans. Ich sammle ja immer für gute Zwecke. Das kann man nicht beschreiben.
Kristin Zielinski: Ein Lebensgefühl?
Christel Neumann: Auch wenn es einem mal nicht so gut geht. Es wurde ja auch ein Film gedreht. „Der zwölfe Mann“ und da suchten sie ja 4 Kultfans in Deutschland. Da haben die Dortmund, Schalke, Mainz und mich.  Der kommt demnächst im Kino. In Braunschweig hat der Film Premiere.
Kristin Zielinski: Ihre Rolle „Kurvenmutti“ für Eintracht Braunschweig...
Christel Neumann: Ja, ich betreue Busse, Züge alles.
Kristin Zielinski: Sie fahren auch zu jedem Auswärtsspiel?
Christel Neumann: Ja und deswegen sagen auch einige, wir hätten auch gern ne Kurvenmutti, die Brote schmiert oder Frikadellen macht.
Kristin Zielinski: Und sie machen die Brote dann für die Fans?
Christel Neumann: Ja, ich verkaufe dann Frikadellen und so, aber alles zum Einkaufspreis. Für n’ guten Zweck.
Kristin Zielinski: Und das geht dann an verschiedene Projekte, die sie sich dann aussuchen?
Christel Neumann: Ja.
Kristin Zielinski: Also, Ihre Rolle als „Kurvenmutti“ interessiert mich jetzt noch mal...
Christel Neumann: Ich bin einfach für jeden da. Na ja, man kann sich so schlecht selbst beschreiben.
Kristin Zielinski: Sie haben ja gesehen, dass wir verschiedene eintrachtspezifische Begriffe in unserer Sammlung vor67nach aufgenommen haben, so wie Amigo, Lotte und Popinieda. Kennen Sie noch weitere?
Christel Neumann: Hm, ich kenn’ hundert, aber ich wüsste jetzt nicht. Adler, das war Bernd Franke, der Torwart von Eintracht zum Beispiel.
Kristin Zielinski: Gibt es einen Lieblingsspieler?
Christel Neumann: Von der jetzigen Mannschaft?
Kristin Zielinski: Ja, von der jetzigen bzw. generell oder von früher.
Christel Neumann: Von früher waren es ja eigentlich alles Lieblingsspieler. Ich mag die ganze Mannschaft und am meisten Thorsten Lieberknecht. Der ist so geblieben wie er auch als Spieler war.
Kristin Zielinski: Und als junges Mädchen, wen haben sie da angehimmelt?
Christel Neumann: Eigentlich war ich schon immer ein Franz Beckenbauer Fan.
Kristin Zielinski: Eine letzte Frage noch. Wenn ich jetzt in ihre Wohnung kommen würde, sehe ich dann sofort, dass sie Eintracht Fan sind?
Christel Neumann: Ja. Aber ich bin ja von morgens bis abends im Stadion. Ich bin seit vier Jahren Rentnerin. Ich fahre da morgens hin - irgendwas gibt es immer zu tun. Und am Spieltag bin ich ja auch morgens um acht Uhr schon da. Ich gehe dann für gute Zwecke sammeln.  Und was hat der Regisseur der Sportschau noch gesagt: „Sie sind wohl die meist geküsste Frau in Braunschweig.“ Es geht kaum einer an mir vorbei, ob Junge oder Mädchen, von denen ich nicht rechts und links ein Küsschen bekomme.
Kristin Zielinski: Sehen sie sich selber dann auch ein bisschen als Maskottchen?
Christel Neumann: Ja. Ich war ja im Berufsleben Herbergsmutter. Ich kann gut mit Jugendlichen und Kindern umgehen und das kommt mir natürlich zu Gute und dann gibt es in den Familien ja auch oft Probleme. Die kommen dann zu mir, wenn sie Probleme haben. Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Das ist so, wie sie es im Fernsehen auch gesagt haben: „Christel ist einfach Christel.“ Ich werde dieses Jahr 70, wer weiß wie lange das noch geht... Und die sagen dann: „Ach, du machst doch noch 30 Jahre und wenn du nicht mehr laufen kannst, dann kriegst du einen Rollstuhl vom Fanblock.“ Und die machen das auch alles. Also, ich bin einfach glücklich im Moment. Und selbst wenn es einem mal nicht so gut geht, dann fahr’ ich ins Stadion guck auf meinen Fanblock, setz mich da mal einen Moment hin auf die Treppe und danach ist das alles wieder vergessen. Das kann man gar nicht beschreiben, die Fans die haben mir ja vor 4 Jahren ein Auto geschenkt und das sicher durch den TÜV gebracht. Dann kamen Weihnachten so viele sms: „Wir wollen nicht, dass du Weihnachten alleine bist“; „Kommst zu uns!“. Ich war dann bei einer Familie mit 2 Kindern. Das war richtig schön. Meine Enkelkinder sind beide in Berlin... Man kann das gar nicht beschreiben... egal ob Magnifest oder etwas anderes ist, die nehmen mich überall mit hin und bringen mich auch immer nach Hause. Also, das kann man eigentlich nicht beschreiben. Die Kleinen am Zaun, die rufen: „Hallo Christel“ und klatschen dann ab. Da sind sie dann als ältere Frau bei so vielen Kindern.
Kristin Zielinski: Christel, herzlichen Dank für das Gespräch. 

vor67nach

Innerhalb der SAMMLUNGFUSSBALL eröffnen wir die Ausstellung vor67nach mit Begriffen aus dem Umfeld von Eintracht Braunschweig.

Kabinett Finanzen - im Geschäftsbericht 2012 der Braunschweigischen Landessparkasse

Einen schönen Rückblick auf das Kooperationsprojekt "Kabinett Finanzen" zwischen der Braunschweigischen Landessparkasse und dem WORTMUSEUM gibt der Artikel im aktuellen Geschäftsbericht. Erinnerungen werden wach - schön war's und ist's, lesen lohnt.

Sparbuch des Finanzwortschatzes

Über das Druckwerk "Kabinett Finanzen" aus dem Appelhansverlag

 

Anhören:

Das gesprochene Wort

Wechselnde Einzelexponate aus dem Kabinett Finanzen zum Nachhören:

 

Mark | Kies

Moos auf der hohen Kante

Der zusammenfassende Beitrag von Radio Okerwelle über den Vortrag von Prof. Dr. Armin Burkhardt in der Braunschweigischen Landessparkasse vom 16. Mai 2012 zum Anhören:

Wort Sprache Lesen

Schulprojekt 2013

 

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Bericht über das WORTMUSEUM

rbb Kulturradio

 

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Seitenausgang

Identität und Strategie

identitaetundstrategie.com